Alltag in der Schweiz

Internet, TV & Handy Schweiz

Swisscom, Sunrise oder Salt? Und was ist TWINT – die Schweizer Zahlung per App, ohne die du im Alltag aufgeschmissen bist.

Wichtigster Tipp zuerst: TWINT einrichten!

TWINT ist in der Schweiz was PayPal in Deutschland nie war – absoluter Alltag. Parkuhr, Marktstand, Restaurant, Freunde. Ohne TWINT zahlst du bar, wo alle anderen in 3 Sekunden per Handy bezahlt haben. Direkt nach der Kontoöffnung einrichten. → Was ist TWINT?

Handy – Die drei Schweizer Anbieter

In der Schweiz gibt es drei grosse Mobilfunkanbieter. Alle drei bieten 5G, EU-Roaming und moderne App-Verwaltung. Der Unterschied liegt im Preis und in der Netzabdeckung.

Swisscom – das verlässlichste Netz

Swisscom gehört zu 51% dem Schweizer Staat und hat das grösste, verlässlichste Netz – auch in Bergtälern, Tunneln und auf Berggipfeln. Für Pendler und Vielreisende in ländliche Gebiete erste Wahl, trotz des höheren Preises.

  • Tarife ab ca. CHF 35/Monat · Unlimitiert ab ca. CHF 55
  • Glasfaser + TV-Bundle möglich
  • Sehr guter Deutsch-Kundendienst

Sunrise – beste Preis-Leistung

Sunrise ist im städtischen Bereich (Zürich, Basel, Bern, Genf) mit Swisscom praktisch gleichwertig – aber deutlich günstiger. Für die meisten Neuzuzüger in Städten die erste Empfehlung. Häufige Aktionsangebote lohnen sich.

  • Tarife ab ca. CHF 20/Monat · Unlimitiert ab ca. CHF 40
  • Sunrise TV + Glasfaser-Bundles verfügbar
  • Sehr gutes 5G-Netz in Städten

Salt – günstigste Option

Salt ist der günstigste Anbieter – besonders unlimitierte Datenpakete sind sehr erschwinglich. Gut in Städten, aber Lücken in ländlichen Regionen. Kein Festnetz-Angebot.

  • Tarife ab ca. CHF 17/Monat · Unlimitiert ab ca. CHF 29
  • Gut für preisbewusste Stadtnutzer
  • Kein Glasfaser, kein TV-Bundle

Alle drei Anbieter direkt verglichen

Swisscom vs. Sunrise vs. Salt

Merkmal Swisscom Sunrise Empfohlen Salt
Netzabdeckung 99.9% 99.5% 98.5%
5G-Netz
Günstigstes Abo ab CHF 35 ab CHF 20 ab CHF 17
Unlimitierte Daten ab CHF 55 ab CHF 40 ab CHF 29
EU-Roaming inkl.
Glasfaser-Bundle
TV-Bundle
Prepaid verfügbar
Empfehlung Bestes Netz Beste Balance Günstigste
Zum Anbieter Zu Swisscom → Zu Sunrise → Zu Salt →

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Internet & Festnetz für zuhause

Glasfaser-Anschlüsse (Fiber) sind in der Schweiz weit verbreitet – viele Wohnungen sind bereits verkabelt:

  • Glasfaser (Fiber): 500 Mbit/s bis 10 Gbit/s, CHF 40–80/Monat. Swisscom und Sunrise bieten Fiber in den meisten Städten. Swisscom-Verfügbarkeit prüfen →
  • Kabel (Coax / Sunrise UPC): 200–1000 Mbit/s, CHF 35–70/Monat. Sehr verbreitet in älteren Liegenschaften.
  • 5G-Heiminternet: Salt und Sunrise bieten Internet via 5G-Router – gut wenn kein Festnetz vorhanden ist.

Mindestlaufzeit beachten

Schweizer Internet-Verträge haben oft 12–24 Monate Laufzeit. Kündige den deutschen Anschluss erst wenn der Schweizer Vertrag aktiv ist.

TV & Streaming in der Schweiz

  • SRF (gratis): Schweizer öffentlich-rechtliches TV auf Hochdeutsch. SRF 1, SRF 2, SRF info. Via SRF Play kostenlos online.
  • Play Suisse (gratis): Streaming-Plattform der SRG SSR – Schweizer Produktionen auf DE/FR/IT.
  • Serafe-Abgabe: Jeder CH-Haushalt zahlt ca. CHF 335/Jahr [FAKT PRÜFEN] – unabhängig vom TV-Konsum. Automatisch nach Einzug.
  • Swisscom Blue TV / Sunrise TV: Bezahl-Bundles mit Replay-Funktion und Netflix-Integration.
  • Netflix, Disney+, Apple TV+: Alle verfügbar – Schweizer Bibliothek leicht kleiner als deutsche.
  • ARD/ZDF: Offiziell für Schweizer IPs gesperrt. Mit VPN nutzbar.

TWINT – Das kennt ihr aus Deutschland nicht (und müsst ihr unbedingt kennen)

TWINT ist die Schweizer Mobile-Payment-App – entwickelt und betrieben von den Schweizer Banken gemeinsam. Du verlinkst die App mit deinem Schweizer Bankkonto und zahlst dann per Smartphone: QR-Code scannen, Betrag bestätigen, fertig. Keine Karte, kein Bargeld, kein PIN.

In Deutschland gibt es PayPal, Apple Pay und Google Pay – aber keines davon ist so flächendeckend akzeptiert wie TWINT in der Schweiz. TWINT ist der Standard, nicht die Ausnahme.

Wo wird TWINT akzeptiert?

  • 🛒 Alle grossen Supermärkte – Migros, Coop, Denner, Aldi, Lidl, Volg, Spar
  • 🍕 Restaurants, Cafés, Beizen – QR-Code liegt auf jedem Tisch
  • 🅿️ Parkuhren und Parkhäuser – TWINT statt Kleingeld suchen
  • 🎪 Wochenmärkte und Flohmärkte – selbst der Bauernstand hat TWINT
  • 🍺 Festivals und Openairs – oft komplett bargeldlos
  • 🚲 Velo-Sharing (PubliBike, Nextbike)
  • 🏥 Arztpraxen und Apotheken
  • 🛒 Online-Shops – viele CH-Shops bieten TWINT an der Kasse
  • 👫 Geld an Freunde senden – kostenlos, sofort, mit Nachricht
  • 📦 Kleinanzeigen (Ricardo, Facebook Marketplace) – statt Bargeld treffen

TWINT vs. PayPal vs. Apple Pay – der Vergleich

Merkmal TWINT 🇨🇭 PayPal Apple/Google Pay
In CH flächendeckend ✅ Überall ⚠️ Nur Online ⚠️ Ausgewählte Shops
An der Parkuhr ✅ Ja ❌ Nein ❌ Nein
Am Marktstand ✅ Ja ❌ Nein ❌ Nein
Geld an Freunde ✅ Kostenlos ⚠️ Gebühren ❌ Nicht möglich
CH-Bankkonto nötig ✅ Ja ❌ Nein ❌ Nein
Verbreitung Schweiz ⭐⭐⭐⭐⭐ ⭐⭐ ⭐⭐⭐

TWINT einrichten – so geht's in 4 Schritten

  1. Schweizer Bankkonto eröffnen – TWINT funktioniert nur mit Schweizer Konto oder Schweizer Kreditkarte. Neon, Yuh oder PostFinance.
  2. TWINT-App herunterladen – Jede Bank hat ihre eigene TWINT-Version. Neon-Kunden nutzen TWINT direkt in der Neon-App. Suche im App Store nach «TWINT» + deiner Bank.
  3. Mit Konto verknüpfen – Telefonnummer bestätigen, Konto verknüpfen. Dauert 3 Minuten.
  4. Loslegen – QR-Code scannen, Betrag eingeben, bestätigen. Unter 5 Sekunden.

Tipp: Neon + TWINT ist die einfachste Kombination

Wer Neon als Bankkonto wählt, hat TWINT bereits direkt in der Neon-App integriert – keine zweite App nötig. Mit Promo-Code E1D6GM gibt es CHF 20 Startguthaben.
NeonCHF 20 Bonus

Neon-Konto + TWINT in einer App – mit CHF 20 Startguthaben

Mit Code E1D6GM bei der Kontoeröffnung CHF 20 Startguthaben sichern.

Deutsche Handynummer behalten?

Kurze Antwort: Ja – beides haben ist ideal.

  • Deutsche +49-Nummer behalten für: Kontakte in DE, 2-Faktor-Authentifizierung bei deutschen Diensten, Amazon.de, deutsches Bankkonto. Günstigster Weg: SIM auf Basistarif (Aldi Talk, Lidl Connect ab EUR 3–5/Monat).
  • Schweizer Nummer (Hauptnummer) für: Arbeit, Schule, Arzt, Behörden, TWINT, Alltag in der Schweiz.
  • Dual-SIM: Die meisten modernen Smartphones unterstützen zwei SIM-Karten oder physische SIM + eSIM. Beide Nummern gleichzeitig aktiv.

Häufige Fragen

Welcher Anbieter hat das beste Netz in der Schweiz?
Swisscom hat das verlässlichste Netz – auch in Bergtälern und abgelegenen Gebieten. Sunrise ist im städtischen Bereich ebenbürtig und deutlich günstiger. Salt ist am günstigsten, hat aber in ländlichen Regionen Lücken.
Was ist TWINT und brauche ich es wirklich?
Ja, unbedingt. TWINT ist die Schweizer Mobile-Payment-App – vergleichbar mit PayPal, aber in der Schweiz viel weiter verbreitet. Fast überall: Supermarkt, Restaurant, Marktstand, Parkuhr. Ohne TWINT wirst du täglich auf Bargeld angewiesen sein.
Kann ich meine deutsche Handynummer behalten?
Nein – eine +49-Nummer bleibt bei einem deutschen Anbieter. Du kannst sie aber parallel behalten (günstiger Basistarif, ab EUR 3/Monat) und eine Schweizer Nummer dazunehmen. Dual-SIM-Smartphones machen das einfach.
Kann ich ARD und ZDF in der Schweiz schauen?
Offiziell nicht – ARD/ZDF Mediathek ist für Schweizer IPs gesperrt. Mit einem VPN-Dienst geht es trotzdem. Schweizer Alternative: SRF (öffentlich-rechtlich, auf Hochdeutsch), Play Suisse.
Wie viel kostet Glasfaser in der Schweiz?
Glasfaser-Internet kostet CHF 40–80 pro Monat je nach Anbieter und Geschwindigkeit (bis 10 Gbit/s). Swisscom und Sunrise bieten Fiber in den meisten Städten. In vielen Neubauten ist es bereits verlegt.