Frist: 14 Tage nach Einzug
Frist: 14 Tage
Die Anmeldefrist beginnt mit dem Datum des Einzugs gemäss Mietvertrag. Falls du früher einziehst als im Mietvertrag angegeben, zählt der tatsächliche Einzug. Die Frist regelt der Kanton: meist 14 Tage, in einigen Kantonen kürzer (z. B. 8 Tage) – frage im Zweifel vorab bei deiner Gemeinde nach.
Benötigte Dokumente
- Gültiger Reisepass oder Personalausweis (für alle einziehenden Personen über 16)
- Mietvertrag oder Bestätigung des Vermieters über den Einzug
- Für EU/EFTA-Bürger: Arbeitsvertrag oder Nachweis über Erwerbstätigkeit (für die Bewilligungsbeantragung)
- Für Drittstaaten: Visum oder bereits erteilte Arbeitsbewilligung
- Lichtbilder (biometrisch, ca. 2 Stück)
- Bei Familienanmeldung: Familienbüchlein / Heiratsurkunde, Geburtsurkunden der Kinder
- Ggf. Scheidungsurteil bei Alleinerziehenden
Termin vorab buchen
Schritt-für-Schritt Ablauf
- Termin beim Einwohneramt buchen (online oder telefonisch)
- Dokumente vorbereiten (Checkliste oben)
- Anmeldung persönlich durchführen – alle Haushaltsmitglieder müssen erscheinen oder vertreten werden
- Anmeldeformular ausfüllen (wird meist gestellt, oder online vorab ausfüllen)
- Meldebestätigung erhalten – dieses Dokument brauchst du für: Bankkonteröffnung, Krankenkasse, Bewilligung
- Bewilligungsantrag läuft weiter – die Gemeinde leitet die Daten an das kantonale Migrationsamt weiter
- Bewilligungsausweis kommt per Post – 2–8 Wochen nach Anmeldung
Welche Behörde ist zuständig?
Je nach Gemeinde heisst die Behörde anders:
- Einwohnerkontrolle (Zürich, Deutschschweiz)
- Einwohneramt
- Contrôle des habitants (Westschweiz)
- Ufficio del controllo degli abitanti (Tessin)
Für die Aufenthaltsbewilligung ist das kantonale Migrationsamt (oder Amt für Migration) zuständig – aber die Gemeinde leitet alles automatisch weiter.
Abmeldung in Deutschland nicht vergessen!
Parallel zur Anmeldung in der Schweiz musst du dich in Deutschland abmelden. Das ist gesetzlich Pflicht. Was du dabei beachten musst:
- Abmeldung beim deutschen Einwohnermeldeamt deiner alten Wohngemeinde
- Ab dem Datum der Abmeldung entfällt die Kirchensteuer und GEZ/Rundfunkbeitrag
- Dein deutsches Girokonto kannst du behalten (aber Adresse aktualisieren)
- Kindergeld: Melde den Wohnsitzwechsel der Familienkasse
- Krankenversicherung: Mitgliedschaft endet in der Regel – informiere deine Kasse frühzeitig. Arbeitet ein Elternteil weiter in Deutschland, zuerst die Zuständigkeit klären.
- Riester-Rente: Vorher beraten lassen – bei einem Wegzug in die Schweiz können Zulagen und Steuervorteile zurückgefordert werden.
Mit der ganzen Familie zur Gemeinde
Am einfachsten meldet ihr euch gemeinsam an. Für Kinder unter 16 reicht in der Regel die Anwesenheit eines Elternteils mit allen Dokumenten. Am Schalter erhaltet ihr oft gleich wertvolle Informationen:
- Willkommensmappe: Viele Gemeinden geben Infos zu Abfall, Schule, Vereinen und Freizeitangeboten.
- Schule: Fragt direkt nach dem zuständigen Schulhaus und der Schulverwaltung.
- Abfall: Gebührensäcke oder Marken gibt es oft gleich zu kaufen.
- Neuzuzügeranlass: Lasst euch auf die Einladungsliste setzen.
- Hundesteuer: Wer einen Hund hat, meldet ihn ebenfalls an.
Was nach der Anmeldung kommt
| Wann | Was |
|---|---|
| Am gleichen Tag | Anmeldebestätigung – Kopien machen, ihr braucht sie mehrfach |
| 1. Woche | Bankkonto eröffnen, Arbeitgeber die Anmeldung zeigen |
| 1.–4. Woche | Aufgebot für biometrische Daten beim Migrationsamt (Foto und Unterschrift; bei Drittstaatsangehörigen auch Fingerabdrücke) |
| bis 3 Monate | Krankenkasse für alle abschliessen |
| 2–8 Wochen | Ausweis per Post |
| ca. 2–3 Monate | Rechnung bzw. Anmeldung der Serafe (Radio- und TV-Abgabe) kommt automatisch |
Was kostet die Anmeldung?
Die Gebühren legen Kanton und Gemeinde fest. Rechnet mit einem tiefen zweistelligen Betrag pro Person für die Anmeldung bzw. den Ausweis; für Kinder ist es meist weniger. Die genauen Beträge stehen auf der Website eurer Gemeinde.